Bei der Influenza-Epidemie, auch bekannt als Schweinegrippe, handelt es sich um die Infektion mit einer Variante des Influenza-A Virus, genauer gesagt H1N1.
Dem Virus H1N1 ist es leicht möglich in den menschlichen Körper vorzudringen und ist aus diesem Grund sehr ansteckend.
Der Infleunza Virus verbreitete sich vor allem in Mexiko und in den Vereinigten Staaten, jedoch gibt es bereits so gut wie weltweit Infektionsfälle.
Viren der ersten beiden Fälle besitzen insgesamt vier Ursprünge:
- nordamerikanischer Schweine-Influenzavirus
- nordamerikanische Vogel-Influenza
- menschlicher Influenzavirus
- eurasischer Schweine-Influenzavirus
Krankheitsbild
Durch eine sog. Tröpfcheninfektion, d.h. über die Schleimhäute, vermehrt sich das Influenzavirus, bis es nach der Inkubationszeit von 1-4 Tagen (der Zeitraum zwischen Infektion und den ersten Symptomen) zu hohem Fieber (bis 42°C), Tränenfluss, Schleim in der Nase und entzündeten Atemwegen führt, eine akute Bronchitis ist meist typisch.
Unter Inkubationszeit versteht man die Zeit welche bis zu den ersten Symptomen vergeht. Die allgemeine Inkubationszeit der Schweinegrippe beträgt in etwa einen bis vier Tage. Ansteckend kann sie jedoch andauernd sein auch zu beginn der Inkubationszeit. Sollten sie aus einer Reise zurückgekehrt sein und nach fünf Tagen keine Symptome zeigen kann eine Infektion quasi ausgeschlossen werden, da die Inkubationszeit der Schweinegrippe bereits abgelaufen ist.
Die allgemeinen Symptome des H1N1 Erregers ähneln der einer “normalen” Grippe:
- Gliederschmerzen
- Kopfweh
- Schüttelfrost
- Fieber
- ausgeprägtes Krankheitsgefühl im Körper
- Husten
- Halsweh
Sollten diese Symptome auftreten ist es unbedingt von Nöten einen Arzt aufzusuchen.
Vorbeugung
Die allgemeine Grippe-Schutzimpfung ist noch nicht als wirksam gegen die Schweinegrippe (neue Grippe) eingestuft.
Zu einer allgemeinen Vorbeugung gehört regelmäßiges Händewaschen, “richtiges” Husten und Schnäuzen sowie regelmäßiges Lüften. Bei ersten Symptomen, die auf eine Schweinegrippe Infektion hindeuten, sollte ein Arzt aufgesucht werden und der Kontakt mit anderen Personen reduziert werden. Außerdem kann dieser einen H1N1 Schnelltest durchführen. Dieser kostet etwa 130 Euro und bis das Ergebnis vorliegt vergeht meist nur ein Tag. Durch die hohen Infektionszahlen in Deutschland wird nur noch stichprobenartig mit einem Schnelltest auf den H1N1 Erreger untersucht. In Apotheken findet man auch Schnelltest zur Schweinegrippe, diese sind allerdings nur bedingt zuverlässig.
Therapie
Grippesymptome können durch antivirale Medikamente (wie Taminflu) gelindert werden. Diese sind Verschreibungspflichtig. Allgemein gilt: ohne ärztlichen Rat sollte unter keinen Umständen behandelt werden. Für Menschen, die sonst gesund sind, lautet der beste Rat: Bettruhe um dem eigenen Immunsystem genug Zeit und Kraft für die Arbeit mit der Schweinegrippe zu geben. Schwangere, chronisch Kranke, Kinder sowie ältere Personen sollten primär einen Arzt aufsuchen. Durch ein geschwächtes Immunsystem kann es leichter zu einer zusätzlichen bakteriellen Infektion (wie eine Lungenentzündung) kommen.
Ausbruchskarte
Eine Übersicht über alle H1N1 Infektionen finden Sie auf der Ausbruchskarte der H1N1 Grippe.
Zusammengefasst
Fragen und Antworten zur Schweinegrippe
Wie kann man sich anstecken?
Der Erreger H1N1 der Schweinegrippe wird am wahrscheinlichsten durch Tröpfcheninfektion weitergegeben. Dazu zählt Husten oder Niesen. Der Erreger nistet sich in die Atemwege ein, so kann man sich bereits im Gespräch mit einer infizierten Person anstecken. Mikroskopische Mengen reichen bereits für eine Infektion aus. So sprechen Fachleute davon Menschenansammlungen zu meiden.
Das Virus kann auch einige Zeit außerhalb des Körpers überleben. So ist eine Ansteckung durch Hände schütteln oder Gegenstände nicht ausgeschlossen. Mit einem Wisch durch das eigene Gesicht kann der Erreger durch Schmierinfektion in seinen neuen Wirt gelangen. Bei einer Temperatur von 20 Grad Celsius ist der H1N1 – Virus etwa zwei bis acht Stunden noch aktiv. Bei einer feuchten Umgebung verlängert sich der Zeitraum auf bis zu vier Tage. Unter Minusgraden ist der Virus fast unsterblich. Im Gegenzug kann der Erreger nicht mit Temperaturen von 60 Grad und mehr umgehen.
Schweinefleisch ist völlig ungefährlich was die Übertragung der Grippe angeht.
Wie kann eine Erkrankung erkannt werden?
Zunächst muss die Inkubationszeit von drei bis vier Tage beachtet werden. Die Symptome gleichen der normalen Grippe. Typisch sind Husten, Fieber, Kopf und Gliederschmerzen, sowie ein starkes “Krankheitsgefühl”.
Anders als bei der saisonalen Grippe leiden Patienten mit Schweinegrippe teilweise an Erbrechen und Durchfall.
Was dann?
Durch einen Arzt können die Symptome abgeklärt werden und die Krankheit mit einem Schnelltest gegebenenfalls bestätigen. Ist der erste Schnelltest positiv wird ein zweiter Test an ein Labor übermittelt welches den Erregertyp bestimmt.
Wer einen Arztbesuch vermeiden möchte kann auch einen weniger genauen Schnelltest aus der Apotheke machen. Schwangere, chronisch Kranke, Kinder sowie ältere Personen sollten primär einen Arzt aufsuchen. Durch ein geschwächtes Immunsystem kann es leichter zu einer zusätzlichen bakteriellen Infektion (wie eine Lungenentzündung) kommen.
Wie schützt ein Patient seine Mitmenschen?
Ratsam ist nach dem RKI (Robert Koch Institut) Abstand zu Mitmenschen einzuhalten und “hygienisch Husten”. Die Hand vor dem Mund ist zwar gut gemeint jedoch sollte die alternative “in den Ärmel husten” angewandt werden.
Wie kann man sich persönlich Schützen?
Das wirksamste Mittel im Moment ist simples Händewaschen. Von dort könnten sonst die Erreger zu den Schleimhäuten, Nase und Mund übergehen. Das RKI rät zu Händewaschen besonders vor dem Zubereiten von Speisen, vor dem Essen, nach einem Toilettengang oder wenn man zu Hause ankommt.
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