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Impfen trotz nachlassender Infektionszahlen?

Das Robert Koch Institut (RKI) meldete zurückgehende Zahlen an Schweinegrippe Infektionen. Bisher waren die Neuinfektionen mit dem H1N1 Virus stetig steigend. Scheint als wäre die Infektionswelle überstanden?

In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg wurden geringere Infektionszahlen gemeldet. Einen leichten Anstieg gab es in Thüringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu verzeichnen. Auch in anderen Ländern ist die Situation ähnlich, die Neuinfektionen nehmen ab. Die erhöhte Gefahrenstufe bleibt trotzdem vorerst bestehen, denn die Zahl der Grippeinfektionen ist noch über dem üblichen Wert zu dieser Jahreszeit.

Nun kommen Fragen auf ob eine Impfung gegen die saisonale Grippe nicht sinnvoller ist als die gegen das Schweinegrippe H1N1 Virus.

Das Robert Koch Institut will vorerst keine Entwarnung geben, da auch die Zahl der allgemeinen Atemwegserkrankungen bundesweit am steigen ist. Dies könnte auch auf neue H1N1 Infektionen hindeuten.

Vier Wochen sind seit dem Start der Bundesweiten Impfaktion gegen die Schweinegrippe vergangen. Milde Symptome und fallende Infektionszahlen sorgen dafür, dass viele Menschen die Schutzimpfung nicht wahrnehmen. Die Impfung gegen die saisonale Grippe hingegen ist in Deutschland mit 30 Millionen Impfdosen entsprechend beliebt.


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Impfstoff – Risiken und Nebenwirkungen

Der Streit zwischen Impf- Gegnern und Befürwortern ist nun um die geplante Schweinegrippe Impfung in Deutschland entbrannt. Fachleute warnen vor unkalkulierbaren Gefahren, Befürworter sprechen von steigenden Infektionszahlen.

Das die Schweinegrippe sich in Deutschland immer schneller ausbreitet ist kein Geheimnis. In der ersten Novemberwoche (1 bis 8 November) registrierte das Robert-Koch-Institut fast 15.000 Fälle. In Bayern sind zwei Infizierte gestorben. Viele Ärzte verzichten außerdem auf einen H1N1 Schnelltest und verunsichern Patienten mit Aussagen wie: “Sie haben wahrscheinlich die Schweinegrippe”. Die aktuellen Infektionszahlen können also nur als Indiz für die tatsächliche Zahl der Erkrankten gewertet werden.

In Deutschland ist eine Schweinegrippe Impfung von 25 Millionen Menschen geplant. Kritiker sprechen von einer “sinnlosen und gefährlichen Aktion”. Während die Vorbereitungen auf die Massenimpfung laufen sind die möglichen Nebenwirkungen der Impfung kaum geklärt.

Der Vorsitzende des Vereins “Ärzte für individuelle Impfentscheidungen” spricht von einer “sehr gefährlichen” Impfaktion. Die Kritiker befürchten bei einer massenhaften Verabreichung des Impfstoffs gegen das H1N1 – Virus Nebenwirkungen wie: Kopfschmerz, Schüttelfrost und Lähmungserscheinungen. Der Impfstoff sei nicht ausreichend getestet.

Dem widerspricht die Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Susanne Stöcker. “Das Medikament beruht auf Musterzulassungen, lediglich der Erregerstamm wird ausgetauscht. Das ist reine Routine”, so die Sprecherin. Trotzdem werden die Reaktionen auf den Impfstoff stärker sein als bei einer einfachen Grippeimpfung, der neue Impfstoff sei aber “sicher”.  Mögliche Folgeerscheinungen der H1N1 Impfung können Rötungen und schmerzende Arme sein.

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Schweinegrippe Impstoff wirkt

Viele Menschen haben sich Infiziert und einige sind bereits daran gestorben. Doch gegen die Schweinegrippe (Erreger H1N1) ist jetzt erstmals ein Impfstoff gefunden. Der Pharmakonzern Novatis startete einen Pilotversuch welcher viel versprechende Resultate zeigte.

Der Impfstoff “Celtura”, erzeugt auf einer Basis von Zellstrukturen, bewirkte eine starke Immunisierung. Außerdem habe sich gezeigt das die beste Immunisierung durch den Impfstoff mit je zwei Dosen erzielt werden konnte. Bei diesem Pilotversuch mit 100 Probanden hatten bereits 80% nach der ersten Dosis und in etwa 90% nach der zweiten Dosis eine starke Immunisierung gegen die Schweinegrippe.

Somit wurden die von der EU und den USA vorgegeben Kriterien erfüllt. Novatis teilte mit ein zweiter Versuch mit mehr als 6000 Erwachsenen und Kindern sei in die Wege geleitet.


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London rechnet mit rasanter Zunahme von Schweinegrippe Infektionen

Die britischen Gesundheitsbehörden haben keine Hoffnung die Ausbreitung der Schweinegrippe im Land eindämmen zu können. Es wird mit einer großen Zahl an neuen Infektionen mit dem H1N1 Erreger gerechnet. Gesundheitsminister Andy Burnham teilte seine Erwartung von bis zu 100 000 neuen Fällen täglich dem Unterhaus und schließlich der Presse mit. Mit einem Impfstoff sei nach Worten des Ministers kommenden Monat zu rechnen. Bis Ende des Jahres könnten so bis zu 60 Millionen Einheiten des Impfstoffs verfügbar sein.

Der nationale Schwerpunkt liege nun laut Burnham bei der Behandlung nicht wie bisher bei der Eindämmung. Die Zahlen der Infektionen haben sich jede Woche verdoppelt und bis Ende August könnte man mit 100 000 Fällen täglich rechnen. Der Minister warnte zugleich vor Panik. Die Krankheit folge ihrem vorhergesagten Kurs und sei nicht außer Kontrolle.

Da der Grippeerreger H1N1 eine eher milde Erkrankung auslöse, sollen nur Patienten mit schweren Symptomen mit retroviralen Medikamenten behandelt werden. So soll einer möglichen Resistenz des Virus vorgebeugt werden.


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Erste Anzeichen für eine Mutation

Experten des Robert Koch Instituts (Berlin) sehen erste Anzeichen für eine Mutation der Schweinegrippe (H1N1). Das Virus tritt auf der südlichen Halbkugel nun neben der saisonalen Grippewelle auf oder verdrängt deren Stämme. So könnte sich das H1N1-Virus verändern und in abgewandelter Form auch auf die nördliche Halbkugel gelangen. Der Präsident des Instituts, Jörg Hacker bestätigte diese Meldung, bekräftigte jedoch auch den bisher eher milden verlauf der Grippe bei betroffenen Patienten.

Weltweit sind rund 50 000 Infektionen bekannt. Die Zahlen zeigen das über 50 Jährige sich seltener Infizieren als junge Menschen. Möglicherweise verfügt die ältere Generation über ein Grundimmunisierung.

Nach Aussagen des Robert Koch Instituts könne im Herbst mit einem Impfstoff gegen den H1N1 Erreger gerechnet werden.


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Erste Grundlage für einen Impfstoff

Dem Robert Koch Institut (RKI) ist ein erster Schritt gegen die Schweinegrippe gelungen. Erstmals konnten Isolate des Virus im Labor gezüchtet werden.

Isolate gelten als Grundlage für einen Impfstoff

Als nächsten Schritt will das RKI die Erbsubstanz des Schweinegrippe Virus H1N1 entschlüsseln. Ein Impfstoff würde die Gefahr einer Ausbreitung des H1N1 Virus nur bedingt bannen, denn Grippeviren sind bekannt für ihr schnelles Wandeln / Mutieren.

Um das Schweinegrippevirus in Deutschland besser Kontrollieren zu können wurde am Wochenende eine Meldepflicht bei Infektionen mit dem Virus eingeführt. Für die Vogelgrippe besteht diese Pflicht ebenfalls.

Robert Hacker, Chef des Robert Koch Instituts, verteidigt diese Entscheidung. Es sei wichtig Informationen so früh wie möglich zu erhalten, angesichts einer möglichen Pandemie oder Epidemie.


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Influenza

Eine Grippe bzw Influenza ist eine Infektionskrankheit die aus so genannten Influenza-Viren entsteht. Ähnlich sind die aus dem Volksmund bekannten grippalen Infekte, bei diesen handelt es sich jedoch um wesentlich harmlosere Viruserkrankungen.

Die Grippesaison tritt normalerweise zwischen Dezember und April auf wird als hoch ansteckend eingestuft. Man spricht von einer Grippe Epidemie bei einem gehäuften auftreten von Infektionen in einer bestimmten Zone zu einer bestimmten Zeit. Zu einer globalen Epidemie / Pandemie kam es seit der Spanischen Grippe (Jahr 1918 / 1919) alle zehn bis fünfzehn Jahre.

Übertragung

Die häufigste Form der Übertragung beim Menschen ist die Tröpfcheninfektion ( Husten, Niesen). Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen in der Regel 1 – 5 Tage (auch Inkubationszeit genannt). In diesem Stadion kann die Krankheit bereits übertragen werden.

Symptome

Die Krankheit beginnt meist plötzlich mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Abgeschlagenheit.

Weiterer Verlauf:

  • Krankheitgefühl im ganzen Körper
  • hohes Fieber
  • Frösteln
  • trockener, verschleimter Husten
  • Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen

In der Regel halten die Symptome für 7 – 14 Tage an.  Eine Grippe schwächt zudem das Immunsystem des Körpers und macht ihn angreifbar für andere Infektionen.

Vorbeugung

Gegen eine Grippe ist eine Impfung möglich, der optimale Zeitraum ist zwischen September und November. Im Falle einer Epidemie ist aber eine Impfung zu jeder Jahreszeit ratsam.

Als Risikogruppen wird eine Impfung gegen Grippe dringend empfohlen. Dazu gehören:

  • Menschen über 60 Jahre
  • Menschen mit Immunschwäche
  • Menschen einer chronischen Erkrankung
  • Menschen mit beruflichen Infektionsrisiko (Pflegepersonal, Lehrer, Ärzte)

Allerdings sind Influenza A-Viren sehr wandlungsfähig, wodurch eine jährliche Impfung von Nöten ist, um einen Schutz zu erhalten.

Ein intaktes und gutes Immunsystem ist wie immer die beste Vorbeugung!


Alle Informationen zur Schweinegrippe finden Sie unter: H1N1 – Was ist das ?


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