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aktuell 3349 Infizierte in Deutschland

Der Schweinegrippe Erreger breitet sich in Deutschland weiter stark aus. Kürzlich stieg die Zahl der Neuerkrankungen innerhalb eines Tages auf 505 an. Der neue rasante Anstieg wird hauptsächlich von dem Rückreiseverkehr verursacht.

„Die Pandemie ist in der Tat angekommen, das neue Virus hat sich innerhalb von zwei Monaten über die ganze Welt verbreitet, so schnell ging das noch nie.“ -Vizepräsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Reinhard Burger


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5 Fragen & Antworten zur Schweinegrippe

1. Schütz die reguläre Grippeimpfung vor der Schweinegrippe (Erreger: H1N1)?

Der alte Impfstoff gegen die allgemeine Grippewelle von 2008/2009 bietet keinen Schutz gegen den H1N1 Erreger und somit gegen die Schweinegrippe. In einer amerikanischen Untersuchung konnte bei der Generation 60+, die sich regelmäßig über Jahre gegen die Grippe Impfen lassen, nur bei etwa 30% Antikörper nachgewiesen werden.

2. Wird man sich gegen die Schweinegrippe Impfen lassen können?

Voraussichtlich wird im Herbst ein Impfstoff auf den Markt gebracht. Die deutsche Politik sieht eine Massenimpfung direkt im Herbst vor. So sollen zunächst 25 Millionen Bürger aufgerufen werden sich einer freiwilligen Impfung zu unterziehen. Für Bürger soll die Impfung zunächst kostenlos bleiben. Die letzte Massenimpfung hat es in der alten Bundesrepublik 1916 gegeben, damals erhielten 60 Millionen Bürger die Schluckimpfung gegen Polio.

3. Wann ist ein Verdacht auf Schweinegrippe berechtigt?

Laut dem Robert Koch Institut sollte bei den ersten Symptomen wie Atemwegsbeschwerden und Fiber (mindestens einmal über 38 Grad), in einem zeitlich plausiblen Rahmen da die Inkubationszeit bei 1 – 7 Tagen liegt.

4. Was sollte bei einem Verdacht auf Infektion getan werden?

Ein Anruf beim Hausarzt oder in einem Krankenhaus sei wohl die sinnvollste Variante. Diese Einrichtungen können mit einem Scheinegrippe H1N1 Schnelltest eine Infektion bestätigen oder ausschließen.

5. Wie lange ist die Schweinegrippe ansteckend?

Was bei der Schweinegrippe als besonders problematisch angesehen wird, ist die mögliche Übertragung des Virus bereits in der Inkubationszeit. Diese Inkubationszeit liegt bei der Schweinegrippe zwischen einem und sieben Tagen in der sich das Virus bereits übertragen kann. Bei erwachsenen Infizierten schließt man eine Übertragung 7 Tage nach Genesung aus, bei Kindern nach 10 Tagen.


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Infektionszahlen der letzten 24 Stunden

In den letzten 24 Stunden hat sich der Vormarsch der Schweinegrippe leicht ausgrebremst. Das Robert Koch Institut bestätigte 380 neue Schweinegrippefälle in Deutschland.

So ist der Anstieg laut Jörg Hacker, Präsident des Instituts, etwas geringer als am Vortag. Eine derartige Ausbreitung des H1N1 Erregers sei für diese Jahreszeit sehr ungewöhnlich.


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Zahl der Erkrankungen rasant steigend

In den letzten Wochen hat sich die Zahl der Infizierten auf mehr als das Doppelte erhöht – von 834 auf 1818. Das Bundesland mit der höchsten Infektionsrate ist Nordrhein-Westfalen. Dort sind 603 Menschen von der Schweinegrippe betroffen.

Weitere Bundesländer wie folgt:

  • Niedersachsen 422
  • Baden-Württemberg 220
  • Bayern 141
  • Bremen 15
  • Hamburg 15

Weltweit sind bereits 150 000 Menschen infiziert und mehr als 800 sind verstorben.

Der erste Impfstoff soll laut einem Entwurf der Bundesregierung im Herbst erhältlich sein und als Einzelimpfung in etwa 14 Euro kosten. Jedoch gibt es eine Rangliste die Personen einteilt welche als erste immunisiert werden sollen. Nach dieser Liste haben Ärzte, Krankenschwestern, Polizei und chronisch Kranke ein Vorrecht.

Für die bald beginnende Reisesaison wird ein mit einem weiteren Anstieg an Infektionen gerechnet.


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Pandemie: Fragen & Antworten

Was bedeutet die höchste Pandemie – Alarmstufe?

Da sich die Grippe in zwei großen Regionen (Australien und Nordamerika) und erheblichen Umfang sind die formalen Vorrausetzungen für die Pandemie Warnstufe erfüllt. Bisland wurden 30.000 Infektionsfälle in 74 Ländern aufgezeichnet.

Wie ist die Lage in Deutschland?

Es gibt nach wie vor keinen Todesfall bei jedoch mehr als 100 Erkrankungen.

Sind wirksame Medikamente erhältlich?

Ja, die Erreger der Schweinegrippe H1n1 lassen sich gut mit Taminflu von Roche und Relenza von GlaxoSmithKline behandeln.

Ist eine Impfung gegen die Schweinegrippe möglich?

Nein, zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Aber Mehrere Pharmakonzerne arbeiten an der Entwicklung eines Impfstoffes. Den Forschern einer Firma ist es bereits gelungen, mithilfe eines neuartigen Zellkultur-Verfahrens, eine erste Impfstoffprobe zu erstellen.


Ab wann kann mit einem Impfstoff gerechnet werden?

Experten rechnen mit einem Impfstoff gegen den H1n1 Erreger ab Herbst – allerdings nur in begrenzten Mengen. Zunächst werden wohl nur Risikopatienten geimpft.


Was kann man persönlich tun um einer Infektion vorzubeugen?

Eine Übertragung ist nur über die so genannte Tröpfcheninfektion möglich (ähnlich einer “normalen” Grippe). Händewaschen mit Seife, Mundschutz bei Kontakt mit Infizierten – sind vorläufigen Empfehlungen.


Gibt es ein Infektionsrisiko bei Auslandsreisen?

Reisewarnungen wurden bis jetzt noch nicht ausgesprochen. Allgemein gilt in einem Land mit höherer Infektionsrate ist das Risiko einer Infektion größer. Beachten von Hygiene vorschriften und überprüfen der internationalen Ausbruchskarte sind Ratsam.

Welche Symptome zeigt eine mit Schweinegrippe infizierte Person?

Alle Antworten zum Krankheitsbild: H1n1 – Was ist das?


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Mexiko senkt die Alarmstufe

Auch wenn die Zahl der bestätigten Schweinegrippe Todesfälle in Mexiko auf 78 angestiegen ist, wurde nun die Alarmstufe von gelb auf grün gesenkt.

Bürgermeister Marcelo Ebrard bestätigte das es seit einer Woche keine neuen Infektionen gegeben habe. Das Risiko einer Ansteckung sei niedrig und somit die Lage wieder unter Kontrolle. Auch das Tragen von Atemschutzmasken sei nicht nötig.

Weltweit hat sich die Zahl an H1N1 Grippe Infektionen auf 11 000 Fälle aus 41 Ländern erhöht, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte.


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Reise – Stornieren

Die Frage ob man Auslandsreisen wegen der Schweinegrippe stornieren kann kommt immer öfters auf.

Prinzipiell besteht die Möglichkeit. Sollten sie also eine Reise gebucht haben sollten Sie diese mit dem Grund “Höhere Gewalt” kostenfrei stornieren können. Jedoch muss klar sein das am Zielort eine Epidemie ausgebrochen ist. Achten sie auf internationale Meldungen oder Warnungen.


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1269 Schweinegrippe – Fälle weltweit

International ist die Zahl der Schweinegrippe Infektionen wieder nach oben gestiegen. Aktuell wird von 1269 bestätigten Fällen von Erkrankungen mit dem H1N1 Virus gesprochen. Wie das Europäische Seuchenzentrum aus Stockholm mitteilte treffen davon 107 Erkrankungen auf Europa zu.

Am stärksten ist nach wie vor Mexiko betroffen. Hier werden 137 bestätigte Schweinegrippe-Fälle gemeldet. Allgemein sind in Nordamerika bereits 26 Menschen an den Folgen des H1N1 Virus gestorben, in Europa hingegen wurden alle Krankheitverläufe aus “mild” eingestuft.


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Erste Grundlage für einen Impfstoff

Dem Robert Koch Institut (RKI) ist ein erster Schritt gegen die Schweinegrippe gelungen. Erstmals konnten Isolate des Virus im Labor gezüchtet werden.

Isolate gelten als Grundlage für einen Impfstoff

Als nächsten Schritt will das RKI die Erbsubstanz des Schweinegrippe Virus H1N1 entschlüsseln. Ein Impfstoff würde die Gefahr einer Ausbreitung des H1N1 Virus nur bedingt bannen, denn Grippeviren sind bekannt für ihr schnelles Wandeln / Mutieren.

Um das Schweinegrippevirus in Deutschland besser Kontrollieren zu können wurde am Wochenende eine Meldepflicht bei Infektionen mit dem Virus eingeführt. Für die Vogelgrippe besteht diese Pflicht ebenfalls.

Robert Hacker, Chef des Robert Koch Instituts, verteidigt diese Entscheidung. Es sei wichtig Informationen so früh wie möglich zu erhalten, angesichts einer möglichen Pandemie oder Epidemie.


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H1N1 – Was?

Bei der Influenza-Epidemie, auch bekannt als Schweinegrippe, handelt es sich um die Infektion mit einer Variante des Influenza-A Virus, genauer gesagt H1N1.

Dem Virus H1N1 ist es leicht möglich in den menschlichen Körper vorzudringen und ist aus diesem Grund sehr ansteckend.

Der Infleunza Virus verbreitete sich vor allem in Mexiko und in den Vereinigten Staaten, jedoch gibt es bereits so gut wie weltweit Infektionsfälle.

Viren der ersten beiden Fälle besitzen insgesamt vier Ursprünge:

  • nordamerikanischer Schweine-Influenzavirus
  • nordamerikanische Vogel-Influenza
  • menschlicher Influenzavirus
  • eurasischer Schweine-Influenzavirus

Krankheitsbild

Durch eine sog. Tröpfcheninfektion, d.h. über die Schleimhäute, vermehrt sich das Influenzavirus, bis es nach der Inkubationszeit von 1-4 Tagen (der Zeitraum zwischen Infektion und den ersten Symptomen) zu hohem Fieber (bis 42°C), Tränenfluss, Schleim in der Nase und entzündeten Atemwegen führt, eine akute Bronchitis ist meist typisch.

Unter Inkubationszeit versteht man die Zeit welche bis zu den ersten Symptomen vergeht. Die allgemeine Inkubationszeit der Schweinegrippe beträgt in etwa einen bis vier Tage. Ansteckend kann sie jedoch andauernd sein auch zu beginn der Inkubationszeit. Sollten sie aus einer Reise zurückgekehrt sein und nach fünf Tagen keine Symptome zeigen kann eine Infektion quasi ausgeschlossen werden, da die Inkubationszeit der Schweinegrippe bereits abgelaufen ist.

Die allgemeinen Symptome des H1N1 Erregers ähneln der einer “normalen” Grippe:

  • Gliederschmerzen
  • Kopfweh
  • Schüttelfrost
  • Fieber
  • ausgeprägtes Krankheitsgefühl im Körper
  • Husten
  • Halsweh

Sollten diese Symptome auftreten ist es unbedingt von Nöten einen Arzt aufzusuchen.

Vorbeugung

Die allgemeine Grippe-Schutzimpfung ist noch nicht als wirksam gegen die Schweinegrippe (neue Grippe) eingestuft.
Zu einer allgemeinen Vorbeugung gehört regelmäßiges Händewaschen, “richtiges” Husten und Schnäuzen sowie regelmäßiges Lüften. Bei ersten Symptomen, die auf eine Schweinegrippe Infektion hindeuten, sollte ein Arzt aufgesucht werden und der Kontakt mit anderen Personen reduziert werden. Außerdem kann dieser einen H1N1 Schnelltest durchführen. Dieser kostet etwa 130 Euro und bis das Ergebnis vorliegt vergeht meist nur ein Tag. Durch die hohen Infektionszahlen in Deutschland wird nur noch stichprobenartig mit einem Schnelltest auf den H1N1 Erreger untersucht. In Apotheken findet man auch Schnelltest zur Schweinegrippe, diese sind allerdings nur bedingt zuverlässig.

Therapie

Grippesymptome können durch antivirale Medikamente (wie Taminflu) gelindert werden. Diese sind Verschreibungspflichtig. Allgemein gilt: ohne ärztlichen Rat sollte unter keinen Umständen behandelt werden. Für Menschen, die sonst gesund sind, lautet der beste Rat: Bettruhe um dem eigenen Immunsystem genug Zeit und Kraft für die Arbeit mit der Schweinegrippe zu geben. Schwangere, chronisch Kranke, Kinder sowie ältere Personen sollten primär einen Arzt aufsuchen. Durch ein geschwächtes Immunsystem kann es leichter zu einer zusätzlichen bakteriellen Infektion (wie eine Lungenentzündung) kommen.

Ausbruchskarte

Eine Übersicht über alle H1N1 Infektionen finden Sie auf der Ausbruchskarte der H1N1 Grippe.

Zusammengefasst

Fragen und Antworten zur Schweinegrippe


Wie kann man sich anstecken?

Der Erreger H1N1 der Schweinegrippe wird am wahrscheinlichsten durch Tröpfcheninfektion weitergegeben. Dazu zählt Husten oder Niesen. Der Erreger nistet sich in die Atemwege ein, so kann man sich bereits im Gespräch mit einer infizierten Person anstecken. Mikroskopische Mengen reichen bereits für eine Infektion aus. So sprechen Fachleute davon Menschenansammlungen zu meiden.

Das Virus kann auch einige Zeit außerhalb des Körpers überleben. So ist eine Ansteckung  durch Hände schütteln oder Gegenstände nicht ausgeschlossen. Mit einem Wisch durch das eigene Gesicht kann der Erreger durch Schmierinfektion in seinen neuen Wirt gelangen. Bei einer Temperatur von 20 Grad Celsius ist der H1N1 – Virus etwa zwei bis acht Stunden noch aktiv. Bei einer feuchten Umgebung verlängert sich der Zeitraum auf bis zu vier Tage. Unter Minusgraden ist der Virus fast unsterblich. Im Gegenzug kann der Erreger nicht mit Temperaturen von 60 Grad und mehr umgehen.

Schweinefleisch ist völlig ungefährlich was die Übertragung der Grippe angeht.

Wie kann eine Erkrankung erkannt werden?

Zunächst muss die Inkubationszeit von drei bis vier Tage beachtet werden. Die Symptome gleichen der normalen Grippe. Typisch sind Husten, Fieber, Kopf und Gliederschmerzen, sowie ein starkes “Krankheitsgefühl”.

Anders als bei der saisonalen Grippe leiden Patienten mit Schweinegrippe teilweise an Erbrechen und Durchfall.

Was dann?

Durch einen Arzt können die Symptome abgeklärt werden und die Krankheit mit einem Schnelltest gegebenenfalls bestätigen. Ist der erste Schnelltest positiv wird ein zweiter Test an ein Labor übermittelt welches den Erregertyp bestimmt.

Wer einen Arztbesuch vermeiden möchte kann auch einen weniger genauen Schnelltest aus der Apotheke machen. Schwangere, chronisch Kranke, Kinder sowie ältere Personen sollten primär einen Arzt aufsuchen. Durch ein geschwächtes Immunsystem kann es leichter zu einer zusätzlichen bakteriellen Infektion (wie eine Lungenentzündung) kommen.

Wie schützt ein Patient seine Mitmenschen?

Ratsam ist nach dem RKI (Robert Koch Institut) Abstand zu Mitmenschen einzuhalten und “hygienisch Husten”. Die Hand vor dem Mund ist zwar gut gemeint jedoch sollte die alternative “in den Ärmel husten” angewandt werden.

Wie kann man sich persönlich Schützen?

Das wirksamste Mittel im Moment ist simples Händewaschen. Von dort könnten sonst die Erreger zu den Schleimhäuten, Nase und Mund übergehen. Das RKI rät zu Händewaschen besonders vor dem Zubereiten von Speisen, vor dem Essen, nach einem Toilettengang oder wenn man zu Hause ankommt.


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